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Pro & Contra: Social Media im Recruiting und Marketing von Steuerkanzleien

Während die eigene Website für die meisten Steuerkanzleien inzwischen selbstverständlich ist, stößt der Einsatz von Social Media als Recruiting- und Marketinginstrument auf ein sehr unterschiedliches Echo. Die Palette reicht von großer Begeisterung über Gleichgültigkeit bis hin zu vollkommener Ablehnung. Doch was spricht eigentlich für und was gegen den Einsatz? Und welche Plattformen sind für Kanzleien interessant?

Martina Schäfer
Freie Autorin
15
.
09
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2019

Mit der Nutzung der verschiedenen Social-Media-Kanäle ist es wie fast überall im Leben: Sie bieten große Chancen, bringen aber auch Risiken mit sich. Nicht immer werden diese von überzeugten Anhängern oder Gegnern realistisch dargestellt. Gut kennen sollten sie aber diejenigen, die über den Außenauftritt der Steuerkanzlei entscheiden. Schließlich gilt es, sich auf genau den Plattformen zu präsentieren, die am besten zur jeweiligen Kanzlei passen und über die sich vor allem auch die richtigen Mandanten und Mitarbeiter erreichen lassen – und dazu zählen auch die Sozialen Netzwerke oder zumindest einzelne von ihnen.

Was genau verbirgt sich hinter Social Media?

Wussten Sie, dass auch WhatsApp und Skype zu den sozialen Medien zählen? Als Social Media werden in der Regel Plattformen bezeichnet, die zum Netzwerken und Kommunizieren dienen. Darunter fällt eben beispielsweise auch WhatsApp, mit 46 Mio. Nutzern das größte soziale Medium in Deutschland. Gefolgt von Facebook und Instagram mit 32 Mio. und 17 Mio. Nutzern. Die Messenger-Dienste sollen hier aber ausgeklammert werden.

Wer bei Social Media primär an „Likes“ und Selfies schmollender Teenager denkt, denkt wahrscheinlich an die populären Netzwerke Instagram, Snapchat und Co. Diese Plattformen haben ein eher legeres Auftreten und sind bildbasiert. Facebook ist inzwischen recht gemischt besiedelt – die Zahl der Jugendlichen geht allerdings zurück, die meisten Nutzer sind zwischen 18 und 44. Es finden sich Unternehmen wie auch Privatmenschen hier. Noch interessanter dürften für Kanzleien die Business-Netzwerke XING und LinkedIn sein. Hier tummeln sich Bewerber, Unternehmen und Recruiter – auf diesen Plattformen findet ein fachlicher Austausch statt.

Pro: Warum sich Social Media als Recruiting- und Marketinginstrument in der Kanzlei lohnen

Bekannter und sichtbarer werden

Egal ob eine Steuerkanzlei den Kreis ihrer Mandanten erweitern will oder ob sie neue Mitarbeiter sucht – je bekannter sie ist, desto eher kommen die Gesuchten ohne aktives Zutun auf sie zu. In jedem Fall fällt die Akquise deutlich leichter. Für die nötige Sichtbarkeit können die verschiedenen Social-Media-Kanäle sorgen. Wer sich dort regelmäßig mit geeigneten Beiträgen präsentiert, zieht Aufmerksamkeit auf sich und die eigene Kanzlei. Nach und nach erweitert er dadurch sein Netzwerk. Denn gute Beiträge werden gerne geteilt oder empfohlen und erreichen dadurch auch Menschen, zu denen bisher kein Kontakt bestand.

Gezielt Kontakte knüpfen

Soziale Netzwerke sind der ideale Weg, neue Kontakte zu knüpfen. Vor allem das erweiterte Netzwerk – Kontakte von Menschen, mit denen man bereits verbunden ist – bietet sich hierfür an. Doch auch durch Diskussionen in Gruppen oder durch Kommentare unter Beiträgen anderer ergeben sich oft interessante Anknüpfungspunkte. Schließlich hilft auch der Algorithmus des jeweiligen Kanals. Denn er sorgt dafür, dass eigene Beiträge auch von Kontakten des eigenen Netzwerks gesehen werden. Neben potenziellen Mandanten können darunter auch mögliche neue Mitarbeiter sein.

Austausch mit dem eigenen Netzwerk – und darüber hinaus

Facebook und Co. leben von Interaktion. Das können Kommentare zu Beiträgen oder Direktnachrichten sein. Auch der Austausch in Gruppen oder ein Chat in einem kleineren Kreis zählt dazu. Je nach Social-Media-Kanal unterscheiden sich die Möglichkeiten. Was jedoch allen gemein ist: Wer sich aktiv mit Know-how und Interesse für die Anliegen anderer einbringt, profitiert mittelfristig von einem stabilen Netzwerk für sich und seine Steuerkanzlei. So erhält er schnelle Unterstützung bei Fragen fast aller Art und kann mit Empfehlungen rechnen. Zu neuen Mandaten oder passenden neuen Mitarbeitern ist es dann oft nur noch ein kurzer Weg.

Contra: Was gegen den Einsatz von Social Media in der Steuerkanzlei spricht

Datenschutz

Seit dem 25. Mai 2018 ist der Datenschutz besonders ins Blickfeld gerückt. Vor allem bei Sozialen Netzwerken wie Facebook kann dies ein Risikofaktor sein. So hat der EuGH zum Beispiel im Juni 2018 entschieden, dass Betreiber von Facebookseiten für Datenschutzverstöße von Facebook mithaften. Auf Druck der deutschen Aufsichtsbehörden bietet Facebook inzwischen zwar eine Vereinbarung an. Dennoch sind weiterhin nicht alle relevanten Punkte rechtssicher geklärt.

Dass sich kritische Bewertungen im Netz finden, kann auch unabhängig von Social Media passieren.

Zeitintensive Pflege von Social Media

Eigene Beiträge verfassen, Beiträge anderer kommentieren und teilen, hier und da ein Like verteilen oder sich in Diskussionen einbringen – Social Media sind zeitintensiv. Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Steuerkanzlei von ihnen merklich profitieren und sie für die Rekrutierung von Mandanten und Mitarbeitern nutzen will. Denn der Grundsatz „Erst geben, dann nehmen“ wird kaum irgendwo stärker umgesetzt als hier. Hinzu kommt: Ein wenig gepflegtes oder gar brach liegendes Profil hinterlässt einen schlechten Eindruck. Wer in den Sozialen Netzwerken aktiv wird, sollte sich also vorher im Klaren darüber sein, ob er das Zeitbudget dafür hat.

Der oft zitierte Shitstorm

Eine oft geäußerte Sorge, bevor Steuerkanzleien mit ersten Aktivitäten in den Social-Media-Kanälen beginnen, ist die Furcht vor einem Shitstorm. Dabei ist sie in den meisten Fällen eher unbegründet. Denn wer nicht gerade durch extreme Meinungen oder bewusste Provokation auffällt, hat hier wenig zu befürchten. Eher in Kontakt kommen Steuerkanzleien mit kritischen Kommentaren oder Bewertungen. Dafür können unzufriedene Mandanten oder Mitarbeiter sorgen. Und auch die sogenannten Trolle – Menschen, die mit ihren Online-Kommentaren bewusst für Unruhe sorgen – kommen hierfür in Frage.

Dass sich kritische Bewertungen im Netz finden, kann allerdings auch unabhängig von Social Media passieren (Beispiel Google-Rezensionen). Hier ist ohnehin empfehlenswert, sich auf dem Laufenden zu halten und zumindest auf angemessene Kritik professionell zu reagieren – insbesondere, wenn sie von Mitarbeitern kommt.

Wichtig zu wissen ist auch, dass sowohl Facebook als auch LinkedIn und XING automatische Unternehmensprofile erstellen, wenn ein Unternehmen beispielsweise von einem Nutzer als Arbeitgeber angegeben wird. Diese automatisch erstellten Seiten sehen oft wenig ansprechend aus. Sind Ihre Mitarbeiter auf einer der Plattformen registriert, kann es für Sie durchaus unmöglich sein, „unsichtbar“ auf Social Media zu bleiben und es lohnt die Überlegung eine offizielle Seite anzulegen, die Sie im Blick behalten.

Steuerkanzleien, die über die Nutzung von Social Media zur Mandanten- und Mitarbeiterrekrutierung nachdenken, sollten die Chancen und Risiken für sich abwägen. Wichtig ist, dabei auch die eigene Einstellung und die der Mitarbeiter kritisch zu prüfen. Denn vor allem diese wird über den Erfolg entscheiden.

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